Otto der Grosse und Europa

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Volterra von Otto I. bis zur Stadtrepublik

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  • Autore: Herausgeber
  • Anno: 2001
  • Formato: 24 x 32 cm.
  • Pagine: 104 S., Abb.
  • ISBN: 88-7145-179-1

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Die Ausstellung “Volterra von Otto I. bis zur Stadtrepublik” ist Teil einer Trilogie von gleichartigen Veranstaltungen, die Kaiser Otto I. (912-973) gewidmet sind – sowie allgemein der Epoche der Ottonen – und ebenfalls in Magdeburg und Kloster Seeon (Chiemsee) stattfinden.

Otto I. kam auf einem seiner Italienzüge auch nach Volterra: 967 reiste er von Ravenna in die Toskana und nahm an einer Gerichtsverhandlung teil, die am Monte Voltraio abgehalten wurde (eine Ansiedlung im Era-Tal, die zu einem bedeutenden Kastell ausgebaut wurde) und zog von dort aus weiter. Von Ottos Aufenthalt in Volterra sind so gut wie keine Spuren erhalten – kein Bauwerk, denn offensichtlich schien es dem Kaiser nicht angebracht, erhebliche Energien in einen Ort zu investieren, an dem er sich nur für kurze Zeit aufhielt. Es gibt auch nur wenige Objekte, die seinen Besuch bezeugen; darunter befindet sich ein Pergament, wobei es sich um die Urkunde handelt, die zu Abschluß der Gerichtsverhandlung am Monte Voltraio ausgestellt wurde.

Die Erinnerung an Otto wurde dennoch für lange Zeit in Volterra aufrecht erhalten, insbesondere durch einige Legenden, von denen die wichtigsten behaupten, daß der Kaiser eine neue Stadtmauer habe errichten lassen und daß er sie in “Ottonia” umbenannt habe (das dann zu “Antonia” verdorben wurde). Wie gesagt handelt es sich um Legenden, die jedenfalls das Gewicht dieser Persönlichkeit für die italienische Geschichte herausstreichen und die Bedeutung des 10. Jahrhunderts (das sogenannte “Eiserne Jahrhundert”) als Wendepunkt für Italien und Europa bezeugen. In diesem Zeitraum erleben die städtische und die ländliche Gesellschaft einen neuen Aufschwung, der in den folgenden Jahrhunderten weiteren Antrieb erhält. Seitdem setzt die grundlegende Veränderung der politischen Strukturen ein, deren langfristige Entwicklung im 12. Jahrhundert zur Entstehung der Kommunen (Stadtrepubliken) führt. In der Wirtschaft kommt es ebenfalls zu einem neuen Aufschwung: die Landwirtschaft entwickelt sich u.a. dank neuer Techniken und Werkzeuge, der Handel fängt wiederum an, auch international tätig zu werden. Des weiteren verändern sich auch die Siedlungsformen: in der Stadt konsolidieren sich die Bauten durch den vermehrten Einsatz der Steine als Baumaterial und es entstehen neue Architekturtypen (Türme und Paläste); gleichzeitig findet auf dem Land die Befestigung der Siedlungen durch Kastelle und Burgen statt – ein Phänomen, das sich bis auf das heutige Landschaftsbild auswirkt.

Die greifbaren Auswirkungen sind noch heute gut in Volterra und seinem Umland sichtbar, denn vor allem dank seiner Abseitslage innerhalb der Region haben sich die Bauwerke des Mittelalters so gut wie unversehrt erhalten. In der Absicht, den langen und gut dokumentierten Entwicklungsprozeß während des Mittelalters zu würdigen – einer für Volterra besonders wichtigen Epoche – wurde als chronologischer Endpunkt unserer Ausstellung nicht der Tod Ottos I. gewählt, sondern der weitere Geschichtsverlauf bis zum Höhepunkt der Entfaltung der Kommune von Volterra nachgezeichnet: das 13. Jahrhundert.

Die Ausstellung vermittelt die Entwicklung Volterras im Mittelalter durch Objekte und Informationen, die durch historische, archäologische und kunsthistorische Forschungen zusammengetragen wurden, also in einem interdisziplinären Zusammenhang, ohne den es tatsächlich unmöglich wäre, zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.

Neben Magdeburg und dem Kloster Seeon tritt Volterra damit in eine weiterreichende europäische Dimension ein und erlaubt es einem ausgedehnten Publikum, seine Geschichte kennenzulernen, indem die der Stadt eigentümliche Position im Abseits aufgegeben wird, die zweifellos nicht wenig zu ihrer Faszination beiträgt. Eine Faszination, von der wir sicher gehen, daß sie gerade durch ein angemessenes Verständnis der Vergangenheit nur gesteigert werden kann.

  • Autore Herausgeber
  • Anno 2001
  • Formato 24 x 32 cm.
  • Pagine 104 S., Abb.
  • ISBN 88-7145-179-1

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