Chiusdino, sein Gebiet und die Abtei San Galgano

Chiusdino, sein Gebiet und die Abtei San Galgano Ingrandisci

Streifzüge durch Geschichte – Natur

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  • Anno: 1995
  • Formato: 14,5 x 23 cm.
  • Pagine: 120 S., Abb.
  • ISBN: 88-7145-116-3

7,50 €

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Das Zentrum der südlichen Toskana zeichnet sich durch zwei Mittelgebirgsketten aus: die Colline Metallifere (erzhaltiges Mittelgebirge) und der Bergrücken, der von der Montagnola Senese bis über das Farma-Tal hinaus verläuft. Mitten in diesem zusammenhängenden Naturgebiet befindet sich die Gemeinde Chiusdino, etwa 27 km südwestlich von Siena.

Das Gemeindegebiet weist innerhalb dieser Naturlandschaft jedoch eine Vielfalt an geographisch-morphologischen Eigenheiten auf.

Der nordöstliche Teil wird von den Ausläufern der Montagnola Senese gebildet, die bis zur breiten Ebene des Feccia-Flusses und der ihm zufließenden Bäche reichen. Im Südwesten hingegen befinden sich die Hügel, die die Basis der Colline Metallifere bilden, über denen einsam der Poggio di Fogari herausragt. Der gesamte nordöstliche Teil wird von einem wichtigen Natursystem begrenzt, dem oberen Lauf des Flusses Merse und dem von ihm gebildeten Tal.

Von den zahlreichen Ausblickspunkten, denen wir längs der vorgeschlagenen Rundgänge oder auch an den befahrbaren Straßen begegnen, bieten sich abwechs­ lungsreiche Aussichten über das gesamte Territorium. Und nirgends ist die Natur völlig unberührt geblieben: überall ist der menschliche Eingriff “ablesbar”.

Wie alle Hügel- und Mittelgebirgslandschaften Italiens hat dieser Teil der Toskana, obgleich heutzutage überwiegend natürlichen Eindrucks und im Vergleich zu anderen Hügellandschaften Italiens stärker bewaldet, seit der Antike einen andauernden und intensiven menschlichen Einfluß erfahren. Weit entfernt von den malariagefährdeten großen Sümpfen, mit einem milden Klima, zur Landwirtschaft geeignet, wurde dieses Gebiet seit vorgeschichtlichen Zeiten von Menschen besiedelt und in seiner Vegetation verändert. Die kleinen Sümpfe wurden trockengelegt, Wälder, die auf fruchtbarem Boden standen, wurden durch Äcker und Weiden ersetzt und die Wälder auf weniger fruchtbaren Böden wurden durch geeignetere Baumarten verändert.

Im Frühmittelalter wurden wahrscheinlich bereits existierende Burgen oder die ersten Lagersiedlungen zu Machtzentren von bedeutenden feudalaristokratischen Familien; zuerst ein Zweig der Grafen Gherardeschi und die Bischöfe von Volterra, dann auch in anderen Teilen des Gebiets mit den Familien Ardengheschi und den mächtigeren Aldobrandeschi. Damit entsteht ein System von befestigten Strukturen, durch Besitzverhältnisse gebundene Ansiedlungen und in manchem Fall auch die Errichtung neuer Kirchenbauten wie z.B. der Benediktinerabtei im Kastell Serena. Einige dieser Siedlungen verschwinden im Laufe der Jahrhunderte, andere bleiben erhalten, und einige von ihnen bilden dann die Dorfgemeinden, die sich im 13. Jh. eine organisierte Verwaltung schaffen und ein gemeinsames Vermögen an Böden, Weiden und Gewässern bewirtschaften. Einige werden bedeutender als andere und vom kleinen Dorf wachsen sie zu ansehnlicher Größe heran.

Über das ganze Gebiet verteilt, das zur großen Diözese von Volterra gehört, befand sich eine verzweigte Struktur von kirchlichen Gebäuden, auf Hügeln errichteten Pfarren, Bischofssitzen u.a. religiösen Bauwerken. Die meisten dieser Bauten gibt es auch heute noch, andere sind verschwunden oder zu Bauernhäusern geworden. Aber auch nur die Erinnerung an sie zeugt von der Ausdehnung und der Bedeutung dieses Netzes für die Bevölkerung.

Es muß einst ein wichtiges Territorium gewesen sein. Zunächst einmal wegen der Ackerflächen und der Eichenwälder (die Eiche ist die Hauptquelle für die Schweinezucht, die wiederum die Säule der vorindustriellen Ernährung ist), dem Wasserreichtum (für die Errichtung von Getreidemühlen und vielleicht auch der Wollverarbeitung) und nicht zuletzt wegen der Nähe zu den Erzvorkommen in den Colline Metallifere, den einzigen erzhaltigen Hügeln in der Nähe von Siena.

  • Anno 1995
  • Formato 14,5 x 23 cm.
  • Pagine 120 S., Abb.
  • ISBN 88-7145-116-3

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